Kurzkonzept ASP

ASP PANAMA – der Abenteuerspielplatz der TREBERHILFE DRESDEN e.V.
Kurzkonzeption

1. Einleitung

K01X. Jugendberichtes des Bundes: „Kinder können in ihrer Lebenswelt kaum noch Erfahrung mit intakter Umwelt und Natur machen. Abenteuerspielplätze stellen dieser Tatsache einen künstlich geschaffenen „natürlichen“ Raum entgegen. Hier können Kinder ursprüngliche Erfahrungen mit Wasser, Erde, Feuer, Pflanzen und Tieren machen. Sie erfahren Wertschätzung durch andere Kinder, aber auch durch Erwachsene und entdecken eigenes Können. Damit entsprechen Abenteuerspielplätze in vieler Hinsicht kindlichen Bedürfnissen.“

Hierzu gehören unserer Meinung nach auch der Umgang mit Werkzeugen, der Bau von Buden, der Umgang mit Tieren und eine gesunde Einstellung zum Risiko.

K05Zu uns kommen täglich 20 bis 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 16 Jahren und 30 bis 100 Erwachsene mit kleinen Kindern. Aber auch neugierige Neustadt-Besucher. Unterstützt werden die drei SozialpädagogInnen von MitarbeiterInnen im freiwilligen Ökologischen Jahr und Bundesfreiwilligendienst, von PraktikantInnen und ehrenamtlichen HelferInnen.

Lebenszusammenhänge werden deutlich: Hasen werden geboren und sterben, ein Huhn gackert lange, ehe es ein Ei legt und pickert vorher allerlei dafür auf. Im Umgang mit Tieren, beim Budenbau, Spielen, Klettern oder Lagerfeuer lernen Kinder Gefahren und sich selbst kennen.

K042. Angebote

Es ist manchmal schwer vorstellbar, was ein Abenteuerspielplatz möglich macht und was nicht. Deshalb einige praktische Beispiele unserer Arbeit.

Der Handwerksbereich – Kinder und Jugendliche können mit folgenden Materialien arbeiten:K10

  • Leder bearbeiten (Taschen, Gürtel, Messerscheiden usw.),
  • mit Ton drehen und formen oder auch matschen,
  • Wolle spinnen und weiter verarbeiten (teils vom eigenen Schaf),
  • Holz schnitzen, sägen, schleifen, bemalen, dabei  entstehen die eigene Bude oder ein benutzbarer Gegenstand,
  • K12Eisen und Stahl zu Schnecken, Spiralen, Haken, Messern, Kerzenhaltern und   anderen Dingen schmieden,
  • mit Fäden, Muscheln, Perlen, Traumfänger, Taschen und Schmuck herstellen.

Ebenso werden die eigenen Fahrräder repariert und umgebaut. Auch Fackeln für eine eigene Feuershow entstanden schon. Im Lehmofen wird zu Festen Pizza gebacken.

 

Der Tierbereich

  • K02Kaninchen und Meerschweinchen beobachten, versorgen und aus der Hand füttern,
  • Ziegen und Schafe bürsten, auf dem Panama herumführen und Kunststücke einüben,
  • Hühnern zuschauen oder auch mal streicheln,
  • die Katze streicheln oder sie zum Jagderfolg „beglückwünschen“,
  • K06mit den Pferden arbeiten, putzen, führen, an der Longe üben, reiten, sich   eine Hindernisstrecke ausdenken und vieles mehr.

Zum Tierbereich gehört auch das tägliche Versorgen und Pflegen der Tiere gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen.

 

Projekte

Wir nehmen jedes Jahr als Siedler des 19. Jahrhundert am Karl-May-Fest teil. In entsprechender Kleidung, mit passenden Zelten, Essen und Spielen.

Jährlich veranstalten wir im Sommer ein Indianercamp. Außerdem gestalten wir mit den Stammkindern Feste: Ruhezone zur BRN, Halloween, Fasching, Ausflüge und Übernachtungen.

K11 K13
 

3. Zielgruppe der pädagogischen Arbeit

Der überwiegende Teil der Stammkinder kommt aus sozial benachteiligten Familien.

K08

Oft sind Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen und haben in diesem Zusammenhang auch finanzielle oder andere Probleme. Einzugsgebiete sind die Neustadt und angrenzende Stadtteile.

Die Kinder und Jugendlichen sind überwiegend in der Haupt-, Real- und Förderschule oder in einer berufsvorbereitenden Maßnahme integriert. Sie bringen ihre persönlichen Stärken, Schwächen oder Probleme mit. Bei den positiven Stärken und Interessen jedes Kindes setzen wir an und fördern dort die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen.

 

4. Ziele

K07

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit stärken, Kreativität fördern, Abreagieren ermöglichen (Schulfrust, Ärger mit Eltern), Aggressionsabbau durch Bewegung und „tätig sein“ fördern, Neugier wecken und befriedigen, Beziehungsarbeit, Ort zur Entspannung und Beobachtung

Soziale Kompetenz fördern

Soziales Verhalten fördern, Durchsetzungsvermögen reflektieren, entsprechend Reagieren (hemmen/fördern), eigene Bedürfnisse gegenüber Anderen oder den Tieren zurückstellen, gesellschaftlich akzeptierte Konfliktlösungen aufzeigen, Selbstverwaltung ermöglichen (eigene Bude), Integrationsarbeit (Altersgruppen, Geschlecht, soziale Schicht), Verantwortung übernehmen lernen, Selbstorganisationsprozesse fördern,   gegenseitige Annährung, Kennen lernen unterstützen, Partizipation – Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in Planung, Organisation und Realisierung von Vorhaben des ASP

Wissensvermittlung / Erfahrungen sammeln

K09

Primärerfahrungen ermöglichen (Feuer, Wasser, Erde, Luft), Ökologiebewusstsein    fördern, Wahrnehmungsschulung, Umgang mit Gefahren ermöglichen

Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern

Handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, Geschicklichkeit trainieren, körperliche Fähigkeiten erfahrbar machen, motorische Fähigkeiten bessern

Werte vermitteln

Bewahrung tradierter Lebens- und Herstellungsweisen, Toleranz gegenüber Fremden, Natur als Lebensumwelt, Wertschätzung von Gegenständen auch als Wertschätzung der dafür geleisteten menschlichen Arbeit, Wertschätzung von Handlungen

5. Methoden

K05Soziale Ansätze

Lebensweltbezogen, sozialraumorientiert, niedrigschwellig, bedürfnisorientiert, „Zweites Zuhause“ für Kinder und Jugendliche bieten

Pädagogische Ansätze

Partizipation, Freiwilligkeit, Offenheit (keine Mitgliedschaft erforderlich), Kostenfreiheit, Moto- und Sportpädagogik, Förderung von Selbstständigkeit & Selbstorganisationsprozessen, kontrollierte Aggression zulassen, Integrationsarbeit, Naturpädagogik, Einsatz therapeutischer Elemente, Geschlechtsspezifische Pädagogik, Elternarbeit

K03spezifische Ansätze eines Abenteuerspielplatzes

Pädagogische Arbeit mit Tieren, Risiko als Spielwert, Vermitteln von Handwerkstechniken, Beziehungsarbeit

 

 

ASP PANAMA – der Abenteuerspielplatz der TREBERHILFE DRESDEN e.V.
unterstützt durch den Förderverein PANAMA e.V.

SozialpädagoInnen: Jana Erler, Jenny Willaredt, Lars Diesing
Adresse: Seifhennersdorfer Str. 2, 01099 Dresden
Tel.: 0351 / 80 38 748, Email: asp-panama@treberhilfe-dresden.de
Internet: www.asp-panama.de oder  www.treberhilfe-dresden.de

Und hier noch diese Kurzkonzeption als Download: Kurzkonzeption_PANAMA_2013